Christi Himmelfahrt


 

Liebe Schwestern und Brüdern im Herrn!

 

 

 

 

 

 Was steht ihr da und starrt zum Himmel – so lautet kurzgefasst der Eingangsvers des Christihimmelfahrtstages. Oft schauen wir hinauf, um die Wolken zu beobachten und den Vögeln oder Flugzeugen nachzuschauen. Der Himmel mit seinen Farben und Schattierungen mit seinem Morgen- und Abendrot mit Nebel und Wolken, mit Regen und Schnee. All das kommt von dort oben und lässt sich wissenschaftlich bestens erklären. Die „Auffahrt“ Jesu in eben diesen Himmel verbindet unser irdisches Dasein nochmals mit der himmlischen Wirklichkeit. All die Dinge Jesus auf dieser Welt getan und gewirkt hat, all das was er erleiden musste, ja sogar sein Tod und seine Auferstehung, werden durch dieses Ereignis intensiv miteinander verknüpft. Im heutigen Lesungstext wird der Adressat „Theophilos“ genannt, übersetzt heißt das nichts anderes als Freund Gottes und das meint auch uns hier und heute. Das meint alle die oft ungläubig zum Himmel hinaufschauen und die Wunder der Natur bestaunen, das meint alle die gläubig ihre Herzen zum Himmel erheben und auch all die, die sich damit schwer tun. Das erste Kapitel der Apostelgeschichte ist so etwas wie eine Zusammenfassung unseres Glaubens und nimmt uns im Jahr 2020 in die besondere Geschichte der unmittelbaren zeitlichen Umgebung der Apostel mit hinein und verknüpft über die Jahrhunderte hinweg auch uns heute mit den damaligen Ereignissen. Auch wir sind Freunde Gottes, auch wir gehören zu eben diesem Christus der gekreuzigt wurde, gestorben ist, auferstanden und eben auch in den Himmel aufgefahren ist. Die Anspielung auf die Männer in den weißen Gewändern kennen wir aus der Erzählung von der Auferstehung! Dieser Christus sendet uns den Heiligen Geist der uns gerade in diesen Tagen vor dem Pfingstfest den Himmel öffnen soll, der die Horizonte unseres Lebens erweitern soll. Das wird in der Apostelgeschichte den Freunden Gottes versprochen und galt und gilt allen die Jesus den Christus in ihr Leben lassen. Das Aufschauen zum Himmel lässt im Alltag oft unsere Blicke ins Weite schweifen und weckt auch unsere Sehnsüchte. Gerade jetzt wo wir uns nicht so frei bewegen können wie wir es gewohnt sind, verbindet dieser Blick auch Himmel und Erde und hilft uns unsere Hoffnung im Heiligen Geist auf Jesus den Christus zu setzen und unsere Anliegen und Sehnsüchte ihm anzuvertrauen. Der Heilige Geist lässt uns nicht nur zum Himmel schauen, er wirkt in uns und treibt uns an, er macht die Auferstehung in uns lebendig – wenn wir ihm vertrauen! Bleiben wir in diesem Geist mit Christus und untereinander verbunden!

 

Amen

 

 

Pfr. Maximilian Thaler OPraem

 

 

 

 

 

 

 


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Gedanken und Impulse zu Christi Himmelfahrt- 21. Mai 2020
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