Gedanken und Impulse zum 5. Sonntag der Osterzeit


 

Liebe Schwestern und Brüdern im Herrn!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor seiner Passion nimmt Jesus den Abschied von den Seinen. Sie sind in dieser Situation verunsichert, verwirrt, orientierungslos. Das bisher Vertraute in der Beziehung zu Jesus scheint zu brechen, das Kommende ist noch nicht greifbar. Jesus nimmt diese Situation wahr und geht auf sie ein. Er ermutigt die Seinen: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ (Joh 14,1). Hiermit weist er darauf hin, dass in Verwirrung und Durcheinander im Herzen der Glaube an Gott und an ihn wichtig ist und Verankerung und Halt gibt.

 

Weiter gibt er den Seinen noch genauer an, wohin er geht. Er geht zum Vater und in sein Haus, um für die Seinen eine sichere Bleibe dort vorzubereiten. Und dann wird er wiederkommen und sie zu sich holen. Auch den Weg dorthin kennen sie. Auf die Verunsicherung des Thomas offenbart sich Jesus selber als Weg: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6). Jesus ist der Weg zum Vater. Noch mehr. Wer Jesus erkennt und sieht, der erkennt und sieht den Vater. Der Vater, der in Jesus bleibt, vollbringt durch ihn seine Werke. Schließlich gibt Jesus noch eine kühne Perspektive für die Seinen und auch für uns: Auch der an ihn Glaubende wird seine Werke und noch größere vollbringen.

 

 

 

Zum Weiterdenken:

 

 

1. Was gibt mir in einer Situation von Verwirrung und Durcheinander Orientierung und Halt? Jesus fordert die Seinen und auch uns auf: „Glaubt an Gott und Glaubt an mich!“

 

2. „Woher komme ich und wohin gehe ich?“ ist eine wichtige Frage für jeden Menschen. In Erschütterungen und Krisen zeigt sich, ob unser Lebensfundament und unsere Grundorientierung halten oder nicht? Jesus hilft den Seinen und auch uns, dieses Fundament in der glaubenden Beziehung zu ihm und dem Vater zu entdecken.

 

3. Neben der Grundorientierung zeigt Jesus, dass er selber „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ für die Seinen im konkreten Alltag ist. Habe ich ihn schon als meinen Weg, meine Wahrheit und als mein Leben entdeckt? Jeden Tag habe ich eine neue Chance dafür.

 

4. Die Werke Jesu und noch größere Werke tun: Das Christsein ist kein passiver Zustand, sondern die Partizipation und das Mitwirken an den Werken Jesu und deren Fortsetzung zu noch größeren Werken. Wo und wie bin ich als Christ / Christin in den Werken Jesu aktiv involviert? Wo und wie vergrößere ich seine Werke in dieser Welt?

 

In herzlicher Verbundenheit und im Gebet

 

Deine / Eure Pastoralassistentin Mira

 

 

 

 


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Gedanken und Impulse zum 5. Sonntag der Osterzeit- 10. Mai 2020
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Gedanken und Impulse zum Sonntagsevangel
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