Gedanken und Impulse zum 4. Sonntag der Osterzeit


 

Liebe Schwestern und Brüdern im Herrn!

 

 

 

 

 

 

 

Durch eine Tür zu gehen ist für uns etwas ganz Normales, etwas das selbstverständlich ist. Gerade in dieser Zeit erleben wir davon eine Ausnahme – die Türen sind zu, wir stehen im Leben auch vor verschlossenen Türen und uns werden Türen vor der Nase zugeschlagen, es braucht die Türen damit nicht immer und überall Zugluft herrscht. Im heutigen Evangelium geht es um die Tür zu einem Schafstall – da die Tür der Eingang ist, ist jener der sie benützt der Hirte – wer hingegen durch das Fenster einsteigt oder sonst wie versucht in den Stall zu gelangen hat etwas zu verbergen und führt etwas im Schilde. Den Hirten kennt man, der Türhüter öffnet ihm, den Schafen ist seine Stimme vertraut sie hören auf ihn er nennt sie beim Namen und tritt mit ihnen in ganz personale Beziehung. Der Hirt ist auch Vorbild für die Schafe, wenn er den Stall verlässt und ihnen vorausgeht. Fremden Stimmen folgen die Schafe nicht, sie lassen sich von ihnen nicht irreführen. Wir sind liebe Pfarrgemeinde wie diese Schafe, Jesus ruft jede und jeden von uns bei seinem Namen. Auch wenn wir uns verirrt haben dürfen wir zu ihm in seinen Stall heimkehren. Jesus sorgt wie der Hirt für uns, er geht uns voraus, weil er für uns gestorben und auferstanden ist und damit uns alle erlöst hat. In unserem Leben gibt es wie bei den Schafen fremde Stimmen, die uns locken ihnen zu folgen die uns ermutigen den Hirten Jesus und die Schafe zu verlassen – die uns einreden wollen, dass es anderswo besser und schöner ist. Da gilt es gut auf den Hirten zu hören, als Herde zusammenzuhalten und die Menschen, die sich verirrt haben immer wieder in unserer Mitte aufzunehmen und sie einzuladen durch die Tür zu gehen die Jesus selbst ist. Er ist die Tür zum Leben, um durch eine Tür durchzugehen muss ich mich bewegen, ich kann nicht stehenbleiben, ich muss in die Gänge kommen. Jesus ist die Tür die uns immer einlädt – jene Tür die von ihm aus immer offen steht und die nur wir ins Schloss fallen lassen können weil wir von ihm, von seinem Wort und seinen Sakramenten nichts mehr wissen wollen. Vielleicht hat auch nur eine Unachtsamkeit meinerseits die Tür verriegelt – ich kann sie öffnen. Jesu Angebot durch ihn zu Gott zu kommen gilt immer und überall egal in welches Gestrüpp unseres Lebens wir uns verfangen haben. Wer Jesus die Tür benutzt wird gerettet, hat Nahrung auf Dauer und eine sichere Bleibe in der Räuber und Diebe nichts verloren haben. Bei den Dieben geht es den Schafen schlecht – es wird gestohlen, geschlachtet und vernichtet ein Horrorszenario, das ich mir lieber nicht bildlich vorstelle. Bei Jesus hingegen der hier ganz bewusst als Kontrast steht finden wir das Leben ja sogar in Fülle und Überfluss wie es im Original heißt. So sind wir hineingestellt in den Alltag mit den Türen unseres Lebens – immer im Bewusstsein, das Jesus seine Tür für uns offenhält. Auch wir dürfen anderen Menschen die Türen offen halten nicht so das Zugluft herrscht aber so, dass sie wissen, dass sie an unsere Tür klopfen können, wenn sie etwas brauchen. Wir können zum Türhüter werden, der die verirrten Schafe einlädt, wieder durch die Tür – Jesus – zu Gott zu kommen und durch unser Leben Zeugnis geben von ihm der offen ist für alle Menschen. Vielleicht denken sie daran, wenn sie das nächste Mal durch eine Tür durchgehen, dass es Menschen gibt in unserem Leben, denen wir etwas verdanken  - bestimmt haben sie die eine oder andere Tür für uns geöffnet und uns vielleicht auch die Türschnalle zu Jesus in die Hand gegeben. Christus öffnet die Tür – eintreten musst du selbst! Amen

 

Maximilian

 

 


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Gedanken und Impulse zum 4. Sonntag der Osterzeit- 3. Mai 2020
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Gedanken und Impulse zum 4. So. der Oste
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