Gedanken und Impulse zum 3. Sonntag der Osterzeit


 

Liebe Schwestern und Brüdern im Herrn!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die sieben Jünger im Boot haben sich beim Fischen vergeblich abgemüht. Die ganze Nacht. Sie sind müde und erschöpft. Am frühen Morgen steht Jesus, der Auferstandene am nahen Seeufer. Seine ersten Worte:

 

„Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?“

 

Seine letzten Worte an die Sieben nach dem wunderbaren Fischfang, den er ihnen ermöglicht hatte:

 

„Kommt her uns esst!“

 

Am Seeufer sehen sie ein Kohlenfeuer und darauf Fisch liegen und Brot. Die Erzählung von der Erscheinung Jesu am Seeufer führt uns dann in eine seltsame Verunsicherung.

 

„Keiner von den Jüngern wagte ihn befragen:

 

Wer bist du?

 

Denn sie wussten, dass es der Herr war.“

 

Ohne dass noch ein Wort gesprochen wird, folgt jedoch eine bedeutungsvolle Handlung: Jesus tritt heran, nimmt das Brot und gibt es ihnen, ebenso den Fisch.

 

Spätestens jetzt werden die Jünger an etwas erinnert, nämlich an ein wunderbares Ereignis zu Lebzeiten Jesu (Joh 6,1-15). Es war damals am selben Seeufer. Eine große Volksmenge kam zu Jesus. Ähnlich wie jetzt hat er damals das Brot genommen und es ihnen gegeben, jedem persönlich. Ähnlich wie jetzt hat er damals als Zuspeise zum Brot auch Fisch ausgeteilt. Spätestens jetzt wird den Jüngern klar: Der Auferstandene ist kein anderer als Jesus von Nazaret. In einer für ihn typischen Weise teilt er uns jetzt Brot und Fisch aus so wie er es damals getan hat.

 

Am Schluss unserer Ostererzählung sagt der Evangelist: Das war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte. Schon das dritte Mal, das heißt, Begegnungen mit dem Auferstandenen setzen sich fort. Wir dürfen sagen: setzen sich fort bis heute.

 

 

 

Was wir uns überlegen und fragen können:

 

* Aus jenem Mahl am Seeufer ist in der Urkirche die Feier des Brotbrechens (Apg 2,42.46) und des Herrenmahles (1 Kor 11,17-34) geworden und später unsere Eucharistiefeier. Ist sie für mich ein Zeichen, an dem ich den auferstandenen Jesus erkenne?

 

* Galiläa ist die Alltagswelt der Jünger. Erfahre ich die Gegenwart des Auferstandenen und Begegnung mit ihm auch in meiner konkreten Alltagssituation?

 

 

P. Martin Hasitschka SJ

 

 

 

 

 


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Gedanken und Impulse zum 3. Sonntag der Osterzeit- 26. April 2020
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Gedanken und Impulse zum Sonntagsevangel
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